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Geschichte

Schule und Ausbildung

Im Jahre 1812 wurde in Beinwil/Mitteldorf das erste Schulhaus erbaut. Die Arbeiten wurden im Frondienst verrichtet, wozu sich die fünf Ortsgemeinden ausdrücklich verpflichten mussten. Die Finanzierung des allgemeinen Schulbetriebes bereitete anfänglich grosse Sorgen. Dennoch entwickelte sich die Dorfschule schnell zu einer angesehenen lokalen Bildungsstätte.
Bereits 1857 wurde der Bau eines neuen Schulhauses in Beinwil/Oberdorf in Angriff genommen, welches während sieben Jahrzehnten den gestellten Anforderungen genügte.

Steigende Schülerzahlen, aber auch die Ausweitung der Unterrichtsfächer erforderten 1934 den Neubau des heutigen Schulhauses mit einer geräumigen Abwartswohnung im 3. Stock. Mit der Errichtung des Lehrerhauses 1960 im Kirchfeld wollte man die Attraktivität von ländlichen Lehrerstellen verbessern und um gute Ausbildner für unsere Kinder werben.


 


 

Dieser kurze Einblick in die Entwicklung des örtlichen Schulwesens lässt erkennen, dass es immer ein Anliegen der Beinwiler war, gute Schulen zu unterhalten. Heutzutage begegnen die "Dreikäsehochs" dem Bildungswesen erstmals mit dem Eintritt in den Vorschulunterricht. Der neue Doppelkindergarten mit seinen hell und freundlich gestalteten Räumlichkeiten, seiner ruhigen Lage im Kirchfeld sowie den grosszügigen Spiel- und Tummelflächen, kann seit dem Schuljahr 1992/1993 von allen fünf- und sechsjährigen Kindern freiwillig besucht werden. Das wunderschöne Gebäude mit seinem harmonischen Innenleben vermag positiv auf das spielerische Verhalten der Kinder einzuwirken und fördert ihre ungezwungene, freie Entfaltung.

In Beinwil selbst werden die Klassen der Primarstufe mit einem angemessenen Freifächerangebot geführt. Das stolze und behäbige Schulhaus aus dem Jahre 1934 ist verschiedentlich renoviert, umgestaltet und mit zusätzlichen Annexbauten wie Turnhalle, Spiel-, Sport- und Pausenplätze erweitert worden. Das Mehrzweckgebäude wurde 1973 als Elementbau mit Flachdach angegliedert, 1987 total saniert und überdacht, wodurch mehrere neue Räume für Schulbetrieb und das Vereinswesen gewonnen werden konnten.


 


 

Die Primarschule am Ort dauert fünf Jahre. Alsdann erfolgt der Übertritt in die dreigliedrige Oberstufe. Je nach Neigung und Leistungsfähigkeit bietet sich den Heranwachsenden die Real-, Sekundar- oder Bezirksschule an. Für Kinder mit Lernschwierigkeiten stehen geeignete Förderungsklassen zur Verfügung. Die Oberstufenklassen und die Abteilungen der Sonderschulung müssen aufwärts, vorwiegend im nahen Bezirkshauptort Muri, besucht werden. Die Bezirksschule wird als Gemeindeverband geführt. Bei den Sekundar- und Realschulabteilungen strebt der Gemeinderat eine dauerhafte Schulkoordination mit Muri an. Für einen reibungslosen Transport sorgt das Postauto, welches täglich von einer grossen Schülerschar benutzt wird. Der Fahrplan konnte weitgehend den Schulzeiten angepasst werden. Den Hauptanteil der Abonnementskosten trägt die Gemeinde. Die Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe in der Gemeinde bieten aber auch Lehrplätze an. 1993 bestanden insgesamt 15 Lehrverhältnisse, vorwiegend im handwerklichen Bereich und in der Lebensmittelbranche. Die Schulabgänger müssen sich jedoch mehrheitlich in der näheren oder weiteren Umgebung um ihre Ausbildungsplätze bewerben. Die Berufsschulen werden vorwiegend in Wohlen und in Lenzburg besucht. Weiterführende Bildungsstätten (Kantonsschulen) befinden sich entweder in Wohlen oder in Aarau.

Huwyler-Frei Erhard, Gemeindeschreiber


 


 

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